Planungen / Überlegungen

 

Toilette / Nasszelle:

Mit Nasszelle oder einfach nur ein Porta Potti? Nasszelle nimmt einiges an Platz weg, bietet aber viel mehr Komfort als eine Toilette mitten im Wohnraum. Auch entscheidend ist die Frage, verbringe ich die meiste Zeit auf dem Campingplatz oder einfach da wo es mir gefällt.

 

Meine Entscheidung fiel auf eine Toilette in einer Nasszelle. Da ich dort stehe wo es mir beliebt.

 

Wasser / Abwasser

Dieser Punkt ist wieder von der Absicht abhängig, wie lange ich autark leben möchte. Wenn ich auf einen Campingplatz bin, kann er sehr klein ausfallen, sonst ist es wichtig eine gewisse Größe zu haben. Aber je größer die beiden Tanks umso weniger Platz für andere Dinge.

 

Ich habe mich für 70 Liter Frischwasser und 80 Liter Abwasser entschieden. Frischwasser hinten in der Heckgarage und Abwasser Unterflur.

 

Wasserversorgung

Es gibt 2 Möglichkeiten (nach meinem Wissen), dass Wasser aus dem Frischwassertank in den Wasserhahn zu bringen. Entweder man benutzt eine günstige Tauchpumpe, die dann aber keinen großen Wasserdruck aufbaut. Oder man benutzt ein Drucksystem, dass etwas mehr kostet und dafür auch beim Duschen einen anständigen Wasserdruck erzeugt. Jedoch muss man sich bewusst sein, dass die Pumpe bei einem Fehler auch mal schnell das Wohnmobil fluten kann. 

 

Ich habe mich für die Tauchpumpe entschieden, schließlich muss ich mir keine Haare waschen ;-)

 

Gas / Spiritus / Strom:

Wie heize ich bzw. mit was koche ich. Fehlt die Entscheidung auf eine Gasanlage, so kann man heizen, kochen und kühlen alles mit dieser Energiequelle verbinden. Jedoch gibt es viele Vorschriften hierbei zu beachten. Angefangen vom luftdichten Raum, über ein Abluftrohr (nach unten) mit 100er Durchmesser, jährliche Gasprüfung und 30mbar Druck.

 

Spiritus bietet eine gute Kochalternative. Wenig Verbrauch, keine Pürfung und überall kann man es kaufen. Nachteil, man muss für das Heizen eine Lösung finden. Eventuell auf eine Luftstandheizung oder Stromheizung zurückgreifen (je nachdem ob man Campingplatzgänger ist oder nicht).

 

Gehts nur auf Campingplätze, dann kann Kühlen, Kochen und Heizen mit Elektrogeräten erfolgen, die den Strom vom Campingplatz beziehen. Dies ist Problemlos und bietet viel Komfort. Schränkt aber bei spontanen Ausflügen in die Natur (ohne Strom) ein.

 

Meine Lösung besteht aus einem Spirituskochen, Luftstandheizung und einer normalen Kühlbox.

 

Möbelbau:

Hier scheiden sich die Geister. Natürlich hängt das vom Budget und dem Einsatzgebiet ab. Den doppelten Boden z.B. kann man getrost aus OSB Platten bauen. Die sind günstig und darauf kommt ja sowieso noch eine abschließende Schicht. Es gibt zwar auch die Möglichkeit Möbel damit zu bauen und sie dann zu lackieren, aber ich finde ich Struktur die dann entsteht nicht wirklich ansehnlich. Eigentlich wollte ich Pappelsperrholz nehmen, jedoch muss man da auch mal locker mit 40 Euro pro qm rechnen. Und bei der benötigten Menge war ich bei einer sehr hohen Summe. Der Vorteil ist die Verwindungssteifigkeit dieses Holzes. Eine günstige Alternative ist die Tischlerplatte und Leimholz. Bei den großen Sachen wie die Naßzelle, Bettgestell und der Korpus der Küchenzeile wurde aus Tischlerplatten gebaut. Hier liegt man bei einem qm Preis von ca. 15 Euro. Für alle anderen Möbel wurde Leimholz verwendet. Supergünstig im Baumarkt zu bekommen, sehr leicht und die glatte Oberfläche haben mich überzeugt. Wichtig beim Möbelbau, dass richtige Werkzeug benutzen. Ich habe mir nur für den Umbau eine Tischkreissäge, Oberfräse und einige andere Geräte gekauft. Das Holz immer schön vorbohren und verleimen und nichts kann mehr schief gehen.